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Wer braucht schon Sex und Liebe, ...

... wenn man Sachen mit Käse überbacken kann?

Ich glaub, jeder hat schonmal aus Traurigkeit gegessen. Oder aus Einsamkeit, Sehnsucht, Angst oder Nervosität. Lauter unangenehme Gefühle, die man weg essen möchte. Als würden sie verschwinden, wenn man sich - wortwörtlich - mit anderen Dingen auffüllt.

Und wenn dann am Ende des Tages - nach einer Dose Ravioli, mehreren belegten Broten, ein bis zwei Tüten Fruchtgummi und anderen, hohlen Kalorien - die Bauchdecke spannt und wehtut, dann ist das eklige Gefühl, das einen zum Essen gezwungen hat, immer noch da. Und es freut sich sogar noch, dass es gesiegt hat. Jetzt fühlt man sich fett, hässlich und aufgedunsen - und immer noch traurig/einsam/whatever.

An dem Punkt bin ich gerade. Ich würde sagen, ich bin gerade eine Stunde spazieren gegangen, aber im Grunde bin ich nur ziellos durch die Straßen gelaufen. Eine Stunde lang. Ich hab dabei um die 170 Kalorien verbrannt, und das hat ebenso wenig geholfen wie das, sie den ganzen Tag über in mich rein zu schaufeln.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so werden würde. Ich war immer... genau andersherum gepolt.  Ging es mir schlecht, hörte ich auf zu essen. Das war schon immer so.

Ich frag mich, wann sich das geändert hat. Wann ich plötzlich von "die Probleme weghungern" zu "die Probleme wegessen" gegangen bin. Und warum ich unter letzterem so viel mehr leide.

Es hat mich nie gestört, lange zu hungern. Ich hab es nicht mal gemerkt, wie ich Kilo für Kilo verlor. Es passierte so nebenbei und ich hatte nicht mal Appetit oder Hunger. Mir fehlte nichts, außer den Kilos. 

Es hat sich im Grunde... nicht viel geändert. Ich habe einen BMI von 16. Ich habe weder Hunger noch Appetit. Aber ich esse, wahllos und zügellos, einfach alles, was nur reinpasst. Egal, ob ich es mag oder nicht. Wenn was da ist, esse ich es auf. 

Ich nehme nicht mal zu, dass es mich so stört, hat also keine ästhetischen Gründe. "Nicht essen" konnte ich früher gut kontrollieren. Ich hab einfach nicht gegessen, es war so leicht, dass es mir nicht mal auffiel. Und jetzt ist eben das, das "Nicht essen", das scheinbar schwerste auf der Welt. Nicht, weil ich gar nichts essen will... ein Normalmaß wäre schön. Wenn ich nach 2500 Kalorien am Tag einfach aufhören würde. Aber ich esse weiter, und so sehr ich mich auch anstrenge, ich kann nicht damit aufhören.

Dass ich mich derart verändert habe, kann ich kaum fassen. Bin das überhaupt noch ich?

3.6.14 20:41
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nele / Website (3.6.14 20:50)
Oh ja, ich liebe Käse


Psy / Website (3.6.14 21:17)
Ihr mit euren Kalorien..... ;-) wenn man die richtigen Kalorien ist kann man davon futtern soviel mal will aber egal darum gehts ja hier nicht.

Naja ich kenn das auch.. lustigerweise is das bei mir genau andersrum. Früber habe ich viel aus Frust gegessen. Wenn es mir heute schlecht geht übertönt das mein Hungergefühl total. Gesund ist sicher beides nicht.,,, denn es kommt schon vor das ich enn ganzen Tag lang nix esse und mein Körper iwann schlapp macht. Daher wäre mir letzteres eig lieber.

Versuch mal mehr Eiweißhaltiges zu Essen. Denn Eiweiß sättigt besser als alles andere...zwar nicht so stark aber dafür langanhaltender. Und gesund ist es auch. Zum Frühstück ein oder zwei Eier, am Sonntag auchn paar mehr wenn du magst. Fisch, Fleisch, Milchprodukte sind auch nicht verkehrt^^. Und wenn du Lust auf Schoki hast dann greif nachm Joghurt mit Schokoblätter. Mein Favorit ist Straciatella. Kauf am besten nen größeren Pott und nen paar Erdbeeren dazu. Die schneidest du rein und verührst es ein wenig und dann hast du für nen paar Tage was wo du bedenkenlos drauf zugreifen kannst.

Brot, Ravioli und Gummibärchen sind ja auch keine Nahrung =P.


Doreen / Website (16.6.14 09:20)
...dein Blogbild mit dem Apfel und dem Spiegel finde ich sehr ansprechend zu dem, was du an Gefühlen hier beschreibst...LG Doreen

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