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Sie ist gar nicht so weit weg.

Manchmal komme ich mir unfassbar alt vor. Es ist so viel passiert, so vieles hat sich verändert, viele Dinge scheinen unendlich weit weg. Die Jahre, die ich nun schon hier verbracht habe, stapeln sich aufeinander. Es werden einfach immer mehr, während ich mittendrin sitze und mich zurück wünsche. Ich wünschte, all diese Kilometer zwischen mir und dem, was mal mein Zuhause war, gäbe es nicht. Ich wünschte, sie wären niemals nötig gewesen. Ich wünschte, ich hätte die Gewissheit, dass diese komische Form von "Zuhause" noch da wäre, wenn ich zurück ginge.

Aber ich weiß, dass es das nicht mehr gibt. Dass ich dort genauso verloren wäre wie ich es hier bin.
Und wenn ich mich dann so alt fühle und eine Welle Schmerz mich übermannt, der mir sagt: Es wird sich nichts ändern., dann kriecht so ein altes Gefühl in mir hoch. Das, das mir offenbart, dass das alles viel zu anstrengend ist. Das ewige Einatmen, Ausatmen, Wegschauen, Versuchen, Neuanfangen, das Verlieren, das Aufgeben, das Weiterleben. Das ist mir zu viel.

Manchmal weiß ich einfach nicht, woher noch Kraft nehmen, den simpelsten Dingen nachzugehen. Und immer wieder bekomme ich es hin, dieses Gefühl runterzuschlucken, wegzuschlafen, unter Arbeit zu begraben; ...

...aber wenn es mal da ist, so wie grade, und sich auf ekelhafte Art vertraut anfühlt, dann weiß ich, dass die Vergangenheit gar nicht so weit weg ist. Dass ich so alt noch gar nicht bin, und dass sich manche Dinge wohl nie ändern werden, egal, wie lange man wegläuft, ohne zurückzublicken.

26.4.14 21:52
 


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